Stell dir vor, du wärst ein Zauberer …

15. März 2017

Merlin“ leitet sich vom walisischen Myrddin an, das so viel wie „verrückte Person“ bedeutet. Alte Sagen erzählen von Merlin als einem Knaben mit prophetischer Gabe. Der Narr und der Weise sind ja niemals weit voneinander entfernt … In späterer Überlieferung begegnet er uns als Zauberer und Ratgeber des König Artus wieder.

Stell dir also vor, du wärst so ein Merlin, ein Zauberer. Oder stelle dir vor, du wärest Regisseur. Dafür dürfest du verrückt sein, und deine Gedanken völlig frei. Du könntest das Unmögliche im Spiel für möglich halten!

Du könntest selbst bestimmen, was dir widerfährt und im Leben so begegnet. Weil es eine Bühne ist, und du ihr Regisseur.

Alle Menschen, die du wolltest, dürftest du zu dir auf die Bühne holen.
Und die anderen einfach wieder runter scheuchen. Kein Platz für sie in deinem Spiel. Ihnen ginge es statt dessen in anderen Bühnenstücken gut.

Stelle dir vor, du bräuchtest nur noch das zu arbeiten, was dir wirklich am Herzen liegt. Als echte Berufung, Lebenswerk gar. Dinge, für die du fieberst.

Nicht mal höflich müsstest du noch sein!
Du müsstest deine Sehnsüchte nicht begründen
und dein Tun nicht verteidigen,
sondern es wäre für alle perfekt in Ordnung so.
DU wärest ja der Regisseur.

Stell dir vor, du könntest alle Requisiten, die du bräuchtest, auf die Bühne zaubern.
Wie übrigens jeder andere auf seiner Bühne auch, als Regisseur in seinem ureigenen Spiel.

Die Bühnen würden sich untereinander vernetzen,
wann immer einer den anderen in sein Stück dazu holt.

Fortlaufend wäre Bewegung im Spiel.
Neue Menschen kämen an deiner Bühne vorbei, und du könntest sie einladen, mitzuspielen. Vertraute und bekannte Menschen würden sie für das ein oder andere Stück verlassen. Neue, erfüllende Sehnsüchte würden aus deinen Erfahrungen wachsen, und du könntest Stücke dazu schreiben. Jedes Mal würde sich jemand finden, der sie mit dir spielt: Genau der, der für dieses Stück passt. Und das Stück für ihn.

Es wäre kein Neid zugange, da jeder der eigene Macher wäre, der gerne Macher ist.
Und wer lieber mitspielt, als zu planen, würde auch dafür zahlreiche Plätze finden, die bereits auf ihn warten. Passend, einladend und genau am richtigen Ort.

Es wäre viel weniger Krankheit zugange, weil niemand sich mehr psychisch selbst vergewaltigen müsste. Für Tätigkeiten, die wesensfremd sind, für falsche Höflichkeit, oder auch nur für Multitasking. Viel Glück wäre da, weil innere Erfüllung statt fände. Und Glück macht gesund!

Die Demut wäre ein Thema gar vieler Theaterstücke der verschiedensten Menschen. Denn echte Erfüllung macht dankbar. Und wer dankbar ist, bekommt durch seine eigene Dankbarkeit Demut geschenkt.

Und er wird gelassen. Still irgendwie, und immens kraftvoll in dieser Stille. Weil auf einmal der Weg zur eigenen Quelle offen liegt.

Wäre dein Leben als Theaterstück mit DIR als Regisseur nicht vollkommen absurd und verrückt?

WIRKLICH???

 

 

Merlins ePaper

Infos zu Neuerscheinungen auf Amazon, zu kostenlosen Kurzgeschichten und zu Thementagen.

  Hinweise zu der von der Einwilligung mitumfassten Erfolgsmessung, dem Einsatz des Versanddienstleiters MailChimp, Protokollierung der Anmeldung und den Widerrufsrechten erhältst du in der Datenschutzerklärung.